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Angeln - Meeresangeln: Methoden

Eine Fang-Garantie kann auch an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns niemand geben. Einen großen Einfluß auf das Fangergebnis hat die gewählte Angelmethode. Je nach Fischart, Angelplatz und Angelzeit wählt der Petrijünger eine der folgenden Methoden:

  • das Meeresangeln mit mittelschwerem Ruten, Rollen, Pilkern und Beifängern
  • das Brandungsangeln mit schweren Brandungsruten, Weitwurfrollen und Grundgerät
  • das Watangeln mit Spinn- bzw. Flugangeln
  • das Schleppangeln mit angepasstem Trollinggerät (nur auf der offenen See gestattet)
  • das Paternosterangeln mit speziellen Herings- oder Sprottengerät
  • das Posenangeln mit mittelschweren Weitwurfgerät
  • die leichte und mittelschwere Spinnangelei v.a. in den inneren Küstengewässern
  • die leichte und mittlere Grundangelei.

Beim Angeln vom Boot aus hängt das eingesetzte Gerät von der Wassertiefe ab. Für Charterboote, die nur in Küstennähe operieren dürfen, ist leichtere Ausrüstung ausreichend. Professionell geführte Fischkutter können tiefere Gewässer befahren, dafür eignen sich Ruten mit 80-120 g Wurfgewicht und Rollen mit einem Fassungsvermögen von 200 m 40er Schnur. Die Pilker sollten zwischen 70 und 100 g schwer sein, es schadet aber nicht, einen etwas schwereren bis zu 200 g dabei zu haben. Gummiköder als Beifänger komplettieren die Ausrüstung. Zum Naturköderangeln eignen sich die gleichen Ruten und Rollen. Lediglich das Zubehör unterscheidet sich. Hier empfehlen sich Meeresvorfächer mit Auftriebsperlen. Auf den Kuttern sind in der Regel entsprechende Ausrüstungen zum Verleih vorhanden.

Anbieter von Meeresangelfahrten gibt fast überall an der Ostseeküste. Ein besonderes Erlebnis ist sicher das Dickdorschangeln im Öresund: Die Dickdorsche ziehen von Januar bis April zum Laichen in den Öresund, eine Meerenge zwischen Dänemark und Schweden. Unterschiedliche Tiefen- und Strömungsverhältnisse bieten ideale Voraussetzungen für dieses Laichgebiet und stellen an jeden Angler neue Anforderungen.

Eine Alternative zum Angeln auf See ist das Brandungsangeln vom Ufer aus. Hier sind die Abend- und Nachtstunden bis hinein in den Morgen die günstigste Zeit, denn der Dorsch meidet tagsüber die erwärmten Küstengewässer und kommt erst zum Anbruch der Dunkelheit in die Nähe der Küste. Empfehlenswert sind Küstenabschnitte mit Steilufern oder mit schnell tiefer werdendem Wasser und dem sogenannten "Leopardengrund", einem Mix aus Sand, Pflanzen und Steinen, wie man sie z.B. westlich von Boltenhagen oder zwischen Rerik und Kühlungsborn findet. Für das Brandungsangeln benötigt man lange und schwere Ruten und Wurfgewichte bis zu 200 g. Auch ein Rutenhalter ist sinnvoll. Wetterfeste Kleidung und eine Lampe sollten selbstverständlich sein. Das Brandungsangeln ist sehr wetterabhängig und erfordert eine gute Kondition, denn Würfe von 80 bis 120 m sind zur erfolgsversprechenden Überwindung der zweiten Sandbank nötig. Beim Wurf ist Vorsicht geboten, damit andere Strandgänger nicht gefährdet werden. Die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen für das Nachtangeln sind unbedingt zu beachten!

Geschützt mit einer Wathose kann man sich auch bis zu  Brusttiefe in die See begeben - dies wird dann Watangeln genannt. Auch hier sind hauptsächlich Dorsche die Beute, mit etwas Glück hängt aber auch einmal eine Meeresforelle am Haken.

Autor: Dr. Jochen Zimmermann

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