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Angeln - Meeresangeln: Zeiten

Angeln ist an der Küste immer möglich. Im Sommer, er beginnt Ende Mai und endet Ende September, hat der sonnenhungrige Binnenländer fast alle Positionen besetzt. Das Angeln spielt dann eine ergänzende Rolle.

Die hohe Zeit liegt für den eingeweihten Angler an der Küste in den übrigen Jahreszeiten. Fisch, so sagt man hier oben, schmeckt nur in den Monaten mit "r", also in der Zeit von September bis April. Das stimmt in dieser Absolutheit nicht ganz, aber für Angler schon. Und tatsächlich ist Angeln in dieser Zeit wesentlich erfolgversprechender. Die Angler sind in diesen Monaten auf besondere Art "unter sich". Der Hotelwirt hat Zeit und Platz, der Koch will zeigen was er kann und auch die vielen anderen Möglichkeiten, die für einen anspruchsvollen Urlaub erforderlich sind, stehen ohne Andrang zur Verfügung. Das alles ist für den Angler und vor allem für seine Familie von Belang.

Der Dorsch beißt am besten bei Wassertemperaturen unter 12° C. Im tiefen Wasser sind diese Bedingungen für das Meeres-, Boots- oder Schleppangeln zwar ganzjährig gegeben, für den Brandungsangler, der weder Seebeine benötigt noch Starkwind fürchtet, ist es jetzt Zeit. Wenn es kühl und windig ist, dann zieht es den Dorsch, aber auch die Plattfische in die sauerstoff- und nahrungsreichen Flachwasserbereiche.

Schonzeit gibt es keine für den Dorsch, während der Laichzeit in Februar/März werden oft nur halbwüchsige gefangen. In jedem Fall muss der Fang seit diesem Jahr 38 cm lang sein. Auch der Dorsch sollte mindestens einmal Gelegenheit erhalten, sich selbst fortzusetzen. Das ist der wichtigste hegerische Aspekt für ein Mindestmaß.

Ab Februar beginnt die Laichzeit der meisten Plattfische. Dann sind, das ist eine Besonderheit, alle Weibchen geschont. Das kann schon einen Angler, der i. Ü. sehr genau weiß, dass man eine weibliche Scholle nicht am Vornamen erkennt, in Konflikte mit der Waidgerechtigkeit bringen. Aber alle wollen auch in späteren Jahren auch noch Platte fangen und deshalb soll jeder, ob Milchner oder Rogner erst in den Beutel, wenn er sein Chance hatte und die ist bei 25 cm festgelegt.

Die Meerforelle, von denen es an der Ostseeküste noch einen eigenen Stamm gibt, erreicht hier z.T. beachtliche Größe und Gewicht. "Tausend Mal musst du werfen", so sagt man, aber dann hat derjenige ein bleibendes Erlebnis. Ein bisschen vergleichbar mit dem Fang eines Lachses, den sich jeder Angler für viel Geld einmal in seinem Leben gönnen möchte. Also, warum in die Ferne schweifen...! Meerforelle - das ist Sport, harte Arbeit; das ist so etwas wie die Hohe Schule des Angelns. Bis zum Bauch im eiskalten Wasser stehend, eingezwängt in eine warme aber schwere Neoprenhose, die Spinn- oder Flugrute schwingend, den steinigen Untergrund abtastend... Eine Meerforelle muss man sich verdienen. Schonzeit ist seit 2003 vom 1. September bis 30. November. Das Mindestmaß beträgt 45 cm. Die Bestfangzeit an den Küsten ist von März bis Mai und im November.

Ab Mitte März kommt der Hering in großen Schwärmen an die Küste. Ein Fest für die Heringsangler. Den meisten Anglern ist zwar der Unterschied zwischen Angeln und Fische fangen vertraut, aber in einer Stunde einen ganzen Eimer voll Fisch und dann die Gedanken an die unzähligen Möglichkeiten der Zubereitung und des Wohlgeschmacks, wer verdenkt es. Schonzeit gibt es nicht und die 16 cm Mindestmaß sind kein Problem.

Ist der Hering wieder in den Weiten der Meere abgetaucht, dann erscheint pünktlich im Mai der Hornhecht oder Hornfisch aus der Nordsee und dem Antlantik um seine Kinderstube aufzusuchen und für neuen Nachwuchs zu sorgen. Bis Mitte Juni gibt es die Großen, danach den ganzen Sommer lang meist nur noch die Halbwüchsigen. Aber auch die sind immerhin noch einen halben Meter lang. Keine Schonfrist und kein vorgeschriebenes Mindestmaß. Hier ist wieder der Anstand des angelnden Waidmannes gefragt.

Etwa zur gleichen Zeit, wenn das Ostseewasser die Temperatur von ca. 15° C erreicht hat, beginnt die Zeit des Küstenaalanglers. Das geht auch sehr gut vom Strand aus und den ganzen Sommer durch. Die Urlauber sind weg, der Sand ist noch warm, Ruhe überall. Aber: Im Sommer wird es an der Küste erst um 23.00 Uhr dunkel und schnell ist die Nacht vorbei. Der lichtscheue Geselle muss sich beeilen und macht es auch. Das Mindestmaß von 45 cm ist meist kein Problem.

Autor: Dr. Jochen Zimmermann

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