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Leuchttürme an der Ostseeküste M-V

Zehn Leuchttürme an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns geleiten Fahrensleute durch die Nacht. Sie krönen Dünen, stehen an Klippen und strahlen um die Wette. Ihre Lichtsignale zeigen Schiffen den sicheren Weg. Allerdings sind die zehn Türme, die früher bemannte Stationen waren, seit einigen Jahren verwaist. Moderne Technik machte die Arbeit des Leuchtturmwärters überflüssig. Und was vor hundert Jahren in puncto Ausstattung noch als großartige Optik galt, steht inzwischen längst im Museum.

Geblieben ist die Faszination der Urlauber für diese markanten Bauwerke. Blickfang und Anziehungspunkt sind die schlanken Rundumleuchten, von denen die meisten inzwischen für Besucher offen stehen.

Buk, Timmendorf und Gollwitz

An der mecklenburgischen Ostseeküste gibt es neben Warnemünde drei kleine Leuchttürme. Das ist einmal der Leuchtturm Buk auf dem Bastorfer Berg (südwestlich von Kühlungsborn) und zum anderen die Leuchttürme in Timmendorf und in Gollwitz auf der Insel Poel bei Wismar. Der Bastorfer Turm ist zwar nur 21 Meter hoch, erreicht aber dank seines Standorts auf dem 78 Meter hohen Berg eine Leuchtfeuerhöhe von 95 Metern. Damit ist er der Spitzenreiter an der mecklenburgischen Küste. Vor allem für Radurlauber ist der Bastorfer Berg ein beliebtes Ziel.

Die den Wismarer Hafen ansteuernden Schiffe orientieren sich an den beiden Leuchttürmen auf der Insel Poel. In Timmendorf an der West- als auch in Gollwitz an der Nordküste gab es einst Leuchtturmwärter. Der Leuchtturm Timmendorf auf Poel hat eine Höhe von 21 Metern, steht am kleinen Hafen und wird wie sein Bruder in Gollwitz stets als Zielpunkt für Radwanderungen empfohlen.

Auskünfte: Verband Mecklenburgische Ostseebäder, Kühlungsborner Str. 4, in 18 209 Bad Doberan, Tel. 03 82 03 / 6 21 94 und Fax: 03 82 03 / 6 21 20.

Rostock-Warnemünde

Der Leuchtturm in Warnemünde zählt zu den populären Sehenswürdigkeiten in Mecklenburg und er ist ein Wahrzeichen des Ostseebades. Der Turm hat eine Höhe von 31 Metern und ist mit mehrfarbigem Verblendwerk dekorativ gestaltet. Gebaut wurde er 1897/98 und soll damals die stattliche Summe von 95 Tausend Mark gekostet haben. Heute lassen sich von der oberen Galerie aus die ein- und auslaufenden Schiffe ideal beobachten. Der Rundumblick reicht südlich bis nach Rostock, nordöstlich bis zum Darß und westlich bis zur Steilküste Stoltera. Auf der mittleren Galerie standen einst die Lotsen und warteten auf Schiffe.

Wichtige Station auf dem Weg in den Ehehafen

Für Brautpaare, die in Warnemünde heiraten möchten, hat die Tourismuszentrale ein "Romantisches Hochzeitspaket" geschnürt. Darin ist der Leuchtturm als ein variabler Programmpunkt enthalten: Um den Turm wird dann zum Beispiel eine breite Banderole mit einer knallroten Liebeserklärung des Bräutigams an seine Herzallerliebste gespannt. Im Gebäude selbst erwartet die Brautleute eine Führung mit humoristischen Hinweisen auf die Gefahren im Fahrwasser der Ehe. Die Broschüre mit Pauschalofferten "Hochtiet in Warn'münn" (Hochzeit in Warnemünde) kann von der Tourist-Information, Am Strom 59, in 18 119 Rostock-Warnemünde, Tel. 03 81 / 5 48 00-10 und Fax: -30 angefordert werden.

Darßer Ort

Oben Leuchtfeuer und unten Natureum

Der Leuchtturm Darßer Ort wurde 1995 für Besucher freigegeben. Nach 126 Stufen belohnt ein herrlicher Blick auf den fünf Kilometer langen feinsandigen Strand. Aus der Vogelperspektive ist es deutlich zu erkennen, dass die Darßer Nordspitze immer weiter ins Meer wächst. Als der Darßer Leuchtturm am 1. Januar 1849 in Betrieb genommen wurde, lag der Strand zu seinen Füßen. Heute breiten sich dort mit Kiefern bewachsene Dünen aus. Das 20 Seemeilen weit reichende Leuchtfeuer (seit 1978 automatisch) warnt vor den Untiefen der Darßer Schwelle, die in der Schifffahrt als eine gefährliche Ecke gilt.

Im ehemaligen Wärterhaus informiert das Natureum, eine Außenstelle des Deutschen Meeresmuseums Stralsund, über Flora, Fauna und den aufwendigen Küstenschutz. Natureum und Leuchturm Darßer Ort sind für Besucher täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Von Prerow aus lässt sich der Darßer Ort bequem per Kutsche erreichen. Eine Wanderung zu Fuß dauert etwa eine Stunde.

Weitere Auskünfte: Natureum Darßer Ort, in 18 375 Prerow, Tel. 03 82 33 / 304.

Wustrow

In Wustrow steht der zweite Leuchtturm auf der Halbinselkette Fischland-Darß-Zingst, im Volksmund Nebelstation genannt. Die 1911 errichtete Leuchtfeuerstation hatte früher ein Nebelhorn. Heute ist der Wustrower Leuchtturm ein beliebtes Ziel für Inlineskater, die auf der asphaltierten Deichkrone ihre Fahrkünste zur Schau stellen.

Informationen: Kurverwaltung Ostseebad Wustrow, Strandstraße 10, in 18 347 Wustrow. Tel.: 03 82 20 / 2 51 und Fax: 03 82 20 / 2 53.

Leuchtturm auf dem Dornbusch - Hiddensee

Das blinkende Wahrzeichen Hiddensees erhebt sich auf einem 72 Meter hohen Berg im hügeligen Norden, Dornbusch genannt. "Und des Leuchtturms Strahlen segnen eine freundliche Gesundheit...," schwärmte einst Joachim Ringelnatz nach einem herrlichen Sommer. Inzwischen ist der schöne Leuchtturm bundesweit als Küstenstandort aus der ARD-Sendung "Das Wetter" bekannt.

Seit 1888 sendet der 28 Meter hohe Turm seine Lichtsignale aus und zeigt den von der Ostsee her kommenden Schiffen den Beginn der Fahrrinne nach Stralsund. Bei klarer Sicht reicht der Lichtstrahl 24 Seemeilen (etwa 44 Kilometer) weit. Dank der exponierten Lage auf dem Dornbusch kommt der Turm auch bei Tageslicht bestens zur Geltung. Wanderer werden angelockt und mit einem herrlichen Rundblick belohnt. Seit 1996 steht der Leuchtturm für Besucher offen.

Damit es oben auf der Galerie nicht zu eng wird, dürfen jeweils nur 15 Personen hinauf. Und sobald auf dem Dornbusch Windstärke sechs herrscht, bleibt der Turm geschlossen.

Leuchtfeuer Gellen auf der Insel Hiddensee

Für Strandwanderer auf Hiddensee ist das 12 Meter hohe Leuchtfeuer Gellen ein beliebter Zielpunkt. Genau genommen handelt es sich dabei um ein Quermarkenfeuer, das auf der einen Inselseite wichtig für die Schiffahrt nach Stralsund und auf der anderen für die nach Schaprode (Rügen) ist. Ein Quermarkenfeuer ist ein feststehendes Licht das bei Dunkelheit gleichmäßig blinkt und im Umkreis von 360 Grad strahlt.

Der kleine Turm wurde 1905 aufgestellt und besteht aus rot und weiss angestrichenen Segmenten. Das macht ihn zum beliebten Fotomotiv. Der Gellen, die Südspitze Hiddensees, ist ein Vogelparadies und daher Kernzone im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft.

Am südlichen Gellen gab es vor 700 Jahren bereits ein Leuchtfeuer, die Luchte, um die Einfahrt nach Stralsund zu sichern. Ein Mönch des Klosters Hiddensees sorgte mit Holz und Teer von September bis Mai für ein weithin sichtbares Feuer.

Weitere Auskünfte: Insel-Information Hiddensee, Norderende 162, in 18 565 Vitte, Tel. 03 83 00 / 6 42-26, -27, -28.

Kap Arkona / Insel Rügen

Zwei Leuchttürme nebeneinander

Kap Arkona ist der einzige Ort an der Ostsee mit zwei Leuchttürmen. Nur der Rundturm ist noch in Betrieb. Der erste 22,5 Meter hohe Turm entstand 1826/27 nach einem Entwurf des berühmten preußischen Baumeisters Karl Friedrich Schinkel. Das quadratische, klar gegliederte Gebäude hat oben einen Umgang, zu dem eine im Original erhaltenen gusseiserne Treppe führt. Der Schinkelturm ist das nördlichste Gebäude auf Rügen (54°40'48'' nördliche Breite), seit 1997 befindet sich darin das nördlichste Standesamt Mecklenburg-Vorpommerns. Etwa 400 Paare aus ganz Deutschland haben sich bisher dort trauen lassen.

Bei klarer Sicht läßt sich vom Schinkelturm aus die Kreideküste der dänischen Insel Mön sehr gut erkennen. Der jüngere der beiden Kap Arkona Türme wurde 1902 gebaut und hat eine Höhe von 35 Metern. Das Backsteinmauerwerk verjüngt sich nach oben und verleiht dem Turm damit ein schlankes Aussehen.

Der dritte Turm am Kap steht etwas abseits. Kein erloschenes Leuchtfeuer, sondern ein ausgedienter Peilturm der Marine. Dessen Aussichtsplattform unterhalb der neuen Glaskuppel bietet einen phantastischen Blick auf den Küstenbereich. Im Peilturm läßt sich Bernsteinschmuck bewundern und dort befindet sich eine Ausstellung des Rügener Museums für Ur- und Frühgeschichte. Einige Funde stammen vom Kap, einem sehr geschichtsträchtigen Ort. Dort lag die Burg des slawischen Fürsten Jaromar.

Weitere Auskünfte:

  • Tourismusgesellschaft mbH Kap Arkona, Am Parkplatz, in 18 556 Kap Arkona, Tel. 03 83 91 / 41 90 und Fax: 03 83 91 / 4 19 17
  • Tourismusverband Insel Rügen, Am Markt 4, in 18 528 Bergen, Tel. 0 38 38 / 8 07 70 und Fax: 0 38 38 / 25 44 40.

Greifswalder Oie

Das Helgoland der Ostsee, wie die Oie auch genannt wird, hat seit 1855 einen schmucken Leuchtturm. Das 39 Meter hohe Bauwerk ist für Besucher unzugänglich. Hingegen werden den Gästen bereits bei der Ankunft im Hafen naturkundliche Führungen über das 1,4 Kilometer lange und 700 Meter breite Vogelparadies angeboten. Weil die Insel unter Naturschutz steht, darf täglich nur ein Schiff mit Besuchern anlegen.

Informationen und Buchungen für Schiffstouren ab Rügen und ab Usedom nach Greifswalder Oie: Bodden-Reederei Tel. 03 83 08 / 83 89 und Fax: 03 83 08 / 83 92.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es noch eine Reihe von Leuchtfeuern mit turmartigen Feuerträgern. Dazu gehören die Molenfeuer Warnemünde, Mukran und Sassnitz, das beschriebene Quermarkenfeuer Gellen auf Hiddensee, das Orientierungsfeuer Kollicker Ort auf Rügen, das Leitfeuer Peenemünde auf Usedom oder das Richtfeuer Petersdorf für den Seekanal nach Rostock.

Quelle: Tourismusverband M-V

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