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Seebrücken in Mecklenburg-Vorpommern

Ahlbeck hat die älteste, Heringsdorf die längste und Sellin die teuerste Seebrücke an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns. Das wäre eine diplomatische Antwort auf die oft gestellte Frage, welche der insgesamt 19 Seebrücken zwischen Boltenhagen und Usedom denn wohl die schönste sei. Für alle Orte sind die in den neunziger Jahren wieder entstandenen Bauwerke ein Statussymbol und für die meisten zugleich das Wahrzeichen und der Landungssteg für die Ausflugsschiffe.

In den größeren Seebädern treffen Promenade und Hauptgeschäftsstraße direkt vor der Brücke aufeinander. Planken führen über breite Dünen, in denen der Strandhafer rauscht, und auf trockenen Stegen läßt es sich bequem über den Wellen spazieren. Einst galt auf den Brücken das Motto "Sehen und gesehen werden". Heute genießen die meisten Gäste vor allem die frische Brise, die ihnen unterwegs um die Nase weht. Andere eilen im Sturmschritt voran, um rechtzeitig an Bord zu kommen. Insbesondere auf Rügen und Usedom hat sich der Seebäder-Schiffsverkehr in den letzten Jahren sehr gut entwickelt.

Mecklenburgische Ostseebäder

Auch Boltenhagen hat dank der Seebrücke (Länge: 290 Meter) wieder eine Anbindung zur See. Ausflugsschiffe machen Halt und Fischkutter legen ab, die mit Anglern an Bord zum Hochseefischen fahren. Die nächste Seebrücke in östlicher Richtung folgt in Wismar-Wendorf (Länge 350 Meter). Dort wurde unlängst eine Fahrrinne ausgehoben, so dass Ausflugsschiffe (im Charterverkehr) anlegen können. Hingegen ist die Brücke in Rerik, die auf Höhe der Zufahrt zur Halbinsel Wustrow 170 Meter weit in die Ostsee ragt, vor allem für Petrijünger interessant. Diese fangsichere Adresse hat sich inzwischen weit über die Landesgrenzen hinaus herumgesprochen.

An der Kühlungsborner Seebrücke (Länge: 240 Meter) legen ab April mittwochs und freitags Ausflugsschiffe zur zweistündigen Seereise ab. Nur einige Kilometer weiter östlich führt vor Heiligendamm die Seebrücke 200 Meter weit auf die See hinaus. Vom Brückenkopf aus bietet sich der beste Blick auf die klassizistischen Gebäude des ältesten Seebades in Deutschland.

Graal-Müritz kann sich seit 1997 nach wie vor als einziges Seebad in Mecklenburg-Vorpommern damit rühmen, dass die Beleuchtung der 350 Meter langen Seebrücke mittels Solartechnik erfolgt.

Fischland-Darß-Zingst

Die Seebrücke vor Wustrow (Länge: 230 Meter) ist ideal, um in aller Ruhe das Wasser aus der Möwenperspektive zu betrachten. Angler dürfen dort ab 20 Uhr bis morgens 6 Uhr ihre Ruten auswerfen. In Prerow an der 394 Meter langen und drei Meter breiten Seebrücke wurde das bei Urlaubern überaus beliebte "Dünenhaus" nach umfassender Modernisierung wieder eröffnet. Auch in Zingst steht das neue "Haus des Gastes" - direkt vor der 270 Meter langen Seebrücke - den Besuchern wieder offen. Im Herbst findet dort am breiten Sandstrand traditionell das Drachenfest statt.

Insel Rügen

Auf den ersten Blick wirkt die Seebrücke Sellin mit ihren Türmen und Kuppeln so zauberhaft wie ein Märchenschloss. Abends strahlen darauf Lichterketten und locken die Besucher aufs Brückengebäude in die Restaurants "Palmengarten" und "Kaisergarten". Das Schloss über den Wellen wurde im April 1998 eröffnet (Baukosten rund 20 Millionen Mark). Bis zu den Schiffsanlegern hat die Brücke eine Gesamtlänge von 394 Metern. Sellin offeriert nicht nur die längste, sondern auch die schönste Seebrücke auf Rügen. Das Seebad Göhren hat neben der 270 Meter langen Seebrücke (Schiffsverkehr) einen in seiner Originalität einzigartigen Musikpavillon aus dem Jahre 1924 im Stil der Bäderarchitektur als Sehenswürdigkeit zu bieten.

Die Sassnitzer Seebrücke (105,5 Meter) ist ein beliebter Aussichtspunkt, um die Ostseefähren von und nach Schweden zu bestaunen. Auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht (Prorer Wiek) vor Binz ragt die Binzer Seebrücke 370 Meter weit ins Meer. Dort legen alle Ausflugsschiffe an, die rings um Rügen unterwegs sind. Kurze Fahrten führen an der Kreideküste vorbei zum Königsstuhl oder gar bis Kap Arkona. Für Tagesausflüge stehen Schiffsreisen zur Insel Usedom mit Halt in Peenemünde auf dem Fahrplan.

Greifswalder Bodden und Insel Usedom

Lubmin, das Seebad vor den Toren Greifswalds, hat eine 350 Meter lange Seebrücke und ist ein beliebtes Ausflugsziel der Hansestädter. Auf der Insel Usedom folgt dann eine Seebrücke nach der anderen mit ausgiebigem Bäderschiffsverkehr. Ab Zinnowitz, die Brücke hat eine Länge von 315 Metern, fahren die Schiffe zu den Inseln Ruden und Greifswalder Oie sowie nach Rügen. Die Koserower Brücke beginnt hinter den Salzhütten und reicht exakt 261 Meter weit auf die Ostsee hinaus. Der Sage nach soll dort ganz in der Nähe die Stadt Vineta versunken sein.

Vom Brückenkopf in Bansin aus (Brückenlänge: 285 Meter) hat man den besten Blick auf das Strandleben in Richtung Heringsdorf. Dort befindet sich eine im Stil der Moderne errichtete Seebrücke, die mit 508 Metern die längste auf dem europäischen Festland ist. Einzigartig sind die Aufbauten aus Stahl und Glas, insbesondere das aus der Ferne wie ein Ufo wirkende Restaurant auf dem Brückenkopf. Das Hauptgebäude der Seebrücke steht an Land und ist wie eine großstädtische Passage mit Café, Kino, Bars, Läden und Galerien angelegt. In den darüber liegenden Ferienwohnungen können sich die Urlauber einmieten.

Von Bansin und Heringsdorf aus starten Passagierschiffe zu sogenannten Butterfahrten mit Kurs Swinemünde. Auf der Ahlbecker Seebrücke (Länge: 280 Meter) zieht der idyllische Brückenpavillon mit dem beliebten Restaurant-Café wieder - wie einst zur seiner Eröffnung am 29. Mai 1898 - die Besucher an.

Quelle: Tourismusverband M-V

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